Der Grund könnten ein nicht vollständig ausgeheiltes Zahnfach nach einer Zahnentfernung sein.
Seit den ersten Berichten über das Phänomen des verbleibenden Zahnfachs haben wir ein viel besseres Verständnis der Knochengesundheit und -heilung sowie der komplizierten Natur von Knochenentwicklung und -verlust.
Wenn eine Zahn gezogen werden muss, verbleiben alle diese oben beschrieben Bestandteile im Zahnfach. Im Idealfall werden diese Bestandteile während dem Ausheilungsprozess Ab- und Umgebaut so dass an der Stelle des entfernten Zahns, eine gleichmäßiger kompakter Knochen das ehemalige Zahnfach ausfüllt.
Bei den meisten Patienten mit Zahnentfernung füllt Knochen den Defekt im Laufe der Zeit aus. Einige Personen entwickeln jedoch verbleibende Wurzelfächer im Kieferknochen an der Stellen des ehemaligen Zahns weil möglicherweise eine bakterielle oder virale Kontamination während der Entfernung stattgefunden hat.
Es kann also vorkommen dass diese Ausheilungsprozesse im Kiefer nicht so ideal ablaufen und auf einer Röntgenaufnahme bei einer Routineuntersuchung möglicherweise noch
den Umriss des nicht ausgeheiltem Zahnfachs zu sehen ist.
Diese Zahnfächer können bei einer Untersuchung hohl oder mit dichtem Narbengewebe oder mit noch nicht ausgereiftem Knochen gefüllt sein.
Was sind die möglichen Auswirkungen von Resten dieser Zahnfächer?
Bei Untersuchungen von Schmerzen im Kiefer, in Bereichen in dem die Entfernung des Zahns viele Jahre vor der Beschwerde erfolgte, findet sich oft keine klinischen
Anzeichen eines Krankheitsprozesses im Schleimhautgewebe.
Intaktes Oberflächengewebe ohne Anzeichen eines Defekts kann irreführend sein - das Problem könnte tief im Knochen sitzen.
Diese nicht vollständig ausgeheilte Zahnfächer wurden mit schlechter Durchblutung und/oder chronischer Entzündung durch anhaltender Infektion der Wundstelle in Verbindung gebracht.
Der Patienten sollte vor und nach der Operation zwei Wochen lang durchblutungsfördernde Mittel einnehmen, (Ginko, Vitamin E, Omega 3, ...usw) und die Trinkmenge anpassen um die Durchblutung der Bereiche zu verbessern, in denen Extraktionen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Blutversorgung der Zahnbereiche zu erhöhen. Eine gesunde, angemessene Blutversorgung normalisiert den pH-Wert im Körper und sorgt für Zelldichte, schnelles Wachstum und Umbau/Reparatur von Knochen und Gewebe.
Eine gute Durchblutung ist auch wichtig und entscheidend für die Entfernung von Abfallprodukten und die Bekämpfung von Säure im Körper.
Bei verbleibenden Zahnfächern können manchmal Schmerzen auftreten, auch ohne weitere klinische Anzeichen einer Infektion.
Dieser defekte Knochenzustand bleibt auf unbestimmte Zeit bestehen, bis der Knochen behandelt wird. Unter Umständen braucht der Organismus zusätzlich Unterstützung, in Form von Mikronährstoffen, um diesen Kochendeffekt auszuheilen.
Es dreht sich jedoch nicht nur um eine örtlich begrenzte Problematik eines nicht ausgeheilte Zahnfachs, sondern auch um die systemische Fernwirkung auf andere Organfunktionen die sich noch hinzuaddieren.
Dazu gibt es weiterführende Info-Blätter.
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